HUMAN

Das ist ein Fischer auf dem Léfini River im Kongo. Das Bild hat der französische Fotograf und Filmemacher Yann-Arthus Bertrand gemacht. Es ist schon eine Weile her, dass er zwei Jahre lang mit einem Filmteam durch die Welt gereist ist, sie von oben filmte und Interviews mit zweitausend Menschen geführt hat.
Was ist dein Schmerz, dein Zorn, deine Hoffnung – das waren die Fragen, die er ihnen gestellt hat. Er sagt, er habe gelernt, dass unsere Spezies voll von Menschlichkeit und Empathie sei. Doch genauso trügen wir die Fähigkeit zur Grausamkeit in uns. Und dass man wählen könne, wofür man sich entscheide.
HUMAN heißt der ebenso berührende wie verstörende Film, der vor ein paar Jahren im Kino lief, und den man hier in deutscher Sprache sehen kann. Das ist der Trailer.

LIEBES LEBEN

“Liebes Leben, manchmal bist du …
Wie ein Haufen Scheiße in einer Cornflakespackung
Wie singen müssen auf der eigenen Bestattung
Wie Brockhaus lesen in einer fremden Sprache
Wie Tieftauchen in einer Blutlache
Wie ein Kartenhaus bauen während hundert Stunden Achterbahn
und dieses dann aufm Kopf nach Oslo mitm Laster fahren
Wie Schlittschuhlaufen mit Kufen aus Butter
Wie Gulasch essen mit sieben Kilo Zucker
Wie eine Lüge, die sich selbst beweist
Wie eine Wahrheit, die sich selbst bescheißt
Wie eine Formel mathematischster Art,
die sich auf halber Strecke mit einem Gefühlsausbruch paart
Die beiden heiraten und vollkommen rätselhaft
gebären sie ein Kind, das Feuer spuckt und Kekse kackt.
Sie nennen es Universum, sagen: Komm, Kind, geh spielen!
Universum sagt: Spielen? Geht aber nur unter Vielen!
Ich bastele mir Wesen, die sich selber rekreiern
und lasse sie dann auf Wesen namens Planeten rumspazieren.
Die Eltern sagen: Klar Kind, machma wie du magst.
Billiarden Jahre später ham wir den Salat”

(Text: Robert Gwisdek, Musik: Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi)

KLEINE WELT

Das ist ein Picknick im Broccoliwald. Ausgedacht und gebaut hat diese Szene der japanische Künstler Tanaka Tatsuya. Kein Lebensmittel und kein scheinbar noch so profaner Alltagsgegenstand ist sicher vor seinen bizarren und verspielten Dioramen, mit denen er die von ihm selbst hergestellten Figuren zum Leben erweckt. So entsteht aus Wolle eine Bäckerei, ein Sushi-Menü verwandelt sich in einen Bahnhof und eine medizinischen Maske wird zum Schwimmbad.



Jeden Tag gibt es eine neue Szene in seinem Miniaturkalender, den man über die sozialen Kanäle auch abonnieren kann.
Und so arbeitet er:

VERTREIBUNG INS PARADIES

Das ist ein Filmplakat. Es gehört zum neuen Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel. Sie hat im letzten Frühling, als wegen der Pandemie außer zu Hause bleiben fast nichts mehr ging, ihre Familie beim Zuhausebleiben gefilmt. Es wird geredet, geschwiegen, gelacht, gestritten, man ist gut zu-  und genervt voneinander. Ein sehr schöner, lustiger, berührender, selbstironischer Film.
Am 17. März läuft er um 23 Uhr im RBB-Fernsehen, jetzt schon in der ARD-Mediathek.