KLEINE WELT

Das ist ein Picknick im Broccoliwald. Ausgedacht und gebaut hat diese Szene der japanische Künstler Tanaka Tatsuya. Kein Lebensmittel und kein scheinbar noch so profaner Alltagsgegenstand ist sicher vor seinen bizarren und verspielten Dioramen, mit denen er die von ihm selbst hergestellten Figuren zum Leben erweckt. So entsteht aus Wolle eine Bäckerei, ein Sushi-Menü verwandelt sich in einen Bahnhof und eine medizinischen Maske wird zum Schwimmbad.



Jeden Tag gibt es eine neue Szene in seinem Miniaturkalender, den man über die sozialen Kanäle auch abonnieren kann.
Und so arbeitet er:

VERTREIBUNG INS PARADIES

Das ist ein Filmplakat. Es gehört zum neuen Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel. Sie hat im letzten Frühling, als wegen der Pandemie außer zu Hause bleiben fast nichts mehr ging, ihre Familie beim Zuhausebleiben gefilmt. Es wird geredet, geschwiegen, gelacht, gestritten, man ist gut zu-  und genervt voneinander. Ein sehr schöner, lustiger, berührender, selbstironischer Film.
Am 17. März läuft er um 23 Uhr im RBB-Fernsehen, jetzt schon in der ARD-Mediathek.

WOANDERS


Nikolaj Gyngasow/Global Look Press

Das ist eine Bronzefigur in der Moskauer Metrostation PLATZ DER REVOLUTION. Sie zeigt einen Grenzsoldaten mit seinem Hund. Die Schnauze des Tieres ist blank, weil sie täglich unzählige Male von Moskovitern gestreichelt wird. Sie glauben fest daran, dass dadurch ihre Wünsche in Erfüllung gehen.
Dieses Ritual ist das Motiv eines Videos, das die Filmemacherin Diana Näcke zum Song WOANDERS von Masha Qrella gemacht hat. Es ist der Titelsong des Albums, für das die Musikerin Texte von Thomas Brasch vertont hat und das heute erscheint.