
Eine Sekunde am Tag.

KLEBT SACHEN INS INTERNET

Eine Sekunde am Tag.

Das ist meine Großmutter Bluma Margot Wolffsohn. Das Foto entstand vermutlich 1929, da war sie gerade mit ihrem Sohn – meinem Vater – zu ihrem neuen Mann Curt Thesing nach München gezogen.
Mein Bruder Thomas hat ein Gedicht über sie geschrieben, in dem er ihre Geschichte erzählt. Ich klebe es hier rein – warum, kann man sich sicher denken. Und falls nicht, gibt es noch ein Video unten, in dem mein Bruder auf die Frage antwortet, ob es denn nicht langsam gut sei mit diesem Thema …



Das ist ein Bild aus der Dreigroschenoper im Berliner Ensemble. Das Theater hatte die Idee, einen Podcast zu machen, für den ich mit verschiedenen interessanten Leuten in eine Vorstellung gehe und wir uns danach in die Kantine setzen, um zu reden. Darüber wie es war, und was das alles mit uns und unserem Leben zu tun hat.
Jeden Dienstag gibt es eine neue Folge – unter anderem mit Anne Will, El Hotzo, Maja Göpel, Thilo Mischke, Düzen Tekkal und Samuel Meffire.
Für die erste Folge war ich mit Bosse in der Dreigroschenoper, und die ist jetzt draußen. Hier unten oder hier.
Eine Sekunde am Tag

Eine Sekunde am Tag.

Eine Sekunde am Tag.

Das ist ein Gedicht meines Bruders Thomas.
Es ist vor fast fünfzig Jahren in der DDR erschienen.
Die Platten und die Brillen kommen und gehen, die Frage bleibt.
Ich hab was draus gebastelt, und das geht so:

Das ist das Arbeitszimmer im Bunker meines israelischen Freundes Ofer Waldman. Über seinem Schreibtisch hängt ein Foto meines Bruders Thomas. Er schickte mir das Bild mit dessen Worten: „Kunst war nie ein Mittel, die Welt zu ändern, aber immer ein Versuch, sie zu überleben.“
Viel Kraft, lieber Ofer.

Das ist in Leipzig-Connewitz. Da stehen meine Tochter Lena und ich und unterhalten uns mit Dmitrij Kapitelmann. Wir haben ihn für eine Episode des Podcasts JÜDISCH IN DER DDR besucht.
Er kam mit seinen Eltern in den 90ern als sogenannter Kontingentflüchtling aus der Ukraine nach Deutschland, das ihm Zuhause sein sollte und es nie wurde. Er erzählt uns davon, zeigt uns die Orte dazu und erklärt uns, warum er sich als „vielfältiges Nichts“ versteht.
Außer zu ihm führte uns unser Roadtrip durch den Osten Deutschlands nach Dresden, Erfurt, Halle, Weimar, in die Uckermark und auf den Jüdischen Friedhof in Berlin. Alle sechs Folgen des Podcasts gibt’s hier und überall, wo es sonst noch Podcasts gibt. Hier der Trailer.

Eine Sekunde am Tag.