LIEBER THOMAS

Das ist Albrecht Schuch. Er spielt im Kinofilm LIEBER THOMAS von Andreas Kleinert die Rolle meines Bruders Thomas Brasch.
Der Film hat beim Filmfest München Premiere und kommt am 11. November 2021 ins Kino. Das ist sehr aufregend.

SISTERS WITH TRANSISTORS

Das ist Laurie Spiegel. Sie ist Komponistin und eine der Protagonistinnen des Dokumentarfilms SISTERS WITH TRANSISTORS. Darin erzählt die Filmemacherin Lisa Rovner die Geschichte jener Frauen, die sich neue Maschinen und Technologien zu eigen machten, um auf visionäre und mitunter radikale Weise die Grenzen der Musik neu zu definieren. Mit dabei auch Clara Rockmore, Daphne Oram, Bebe Barron, Pauline Oliveros, Delia Derbyshire, Maryanne Amacher, Eliane Radigue und Suzanne Ciani. Erzählt wird die Geschichte von Laurie Anderson.
Der Film ist seit ein paar Tagen für knapp 10£ in Großbritannien streambar, hier leider nicht. Aber vielleicht ändert sich das ja noch.

VERTREIBUNG INS PARADIES

Das ist ein Filmplakat. Es gehört zum neuen Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel. Sie hat im letzten Frühling, als wegen der Pandemie außer zu Hause bleiben fast nichts mehr ging, ihre Familie beim Zuhausebleiben gefilmt. Es wird geredet, geschwiegen, gelacht, gestritten, man ist gut zu-  und genervt voneinander. Ein sehr schöner, lustiger, berührender, selbstironischer Film.
Am 17. März läuft er um 23 Uhr im RBB-Fernsehen, jetzt schon in der ARD-Mediathek.

MASEL TOV COCKTAIL

Das ist Dima. Er ist 16 und lebt im Ruhrgebiet. Nichts besonderes, außer dass er Jude ist. Sollte eigentlich auch nichts besonderes sein, ist es aber. Leider.
MASEL TOV COCKTAIL ist ein Film, der in 30 Minuten alles zum Thema Herkunft, Judentum, Ressentiments, Antisemitismus und Gegenwartsbewältigung auf den Punkt bringt.
Das sind die klügsten, originellsten, aufklärerischsten und dann auch noch talentiertesten 30 Filmminuten, die ich dazu bis jetzt gesehen habe. (Bis Frühjahr 2021 in der Mediathek).

ES WAR EINMAL DIE ZUKUNFT

Das ist New York auf einer Postkarte von 1925. Tatsächlich gab es damals auch schon einige Wolkenkratzer, doch die imposanten Flugapparate und das ausgeklügelte Hochbahnsystem waren noch eine Utopie. Sind es ja im Grunde bis heute.
Und hier noch ein schöner Film aus demselben Jahr. Ein niederländisches Ehepaar filmte in Midtown, Lower Manhattan, Brooklyn und auf Coney Island. Etwas bizarr der Rialto Sightseeing Bus mit Hakenkreuz (2’47), das in dieser Darstellung hier vermutlich lediglich seine eigentliche und harmlose Bedeutung als Glückssymbol indischer Religionen hatte.

SCHÖNER SCHEITERN

Das ist Anton Weil. Er ist Schauspieler und hat seit einer Weile einen eigenen Podcast. SCHÖNER SCHEITERN heißt der, und schön ist daran nicht nur der Titel, sondern dass Antons Gespräche mit seinen Gästen (u.a. Sandra Hüller, Daniel Zillmann, Hengameh Yaghoobifarah, Louis Hofmann) weit über das Thema hinausgehen – auf ernsthafte, warme, witzige und immer wahrhaftige Weise. Es macht Spaß, zuzuhören. Und es macht Spaß, dabei zu sein.

Und hier ist das sehr schöne und lustige Showreel von Anton Weil:

СПЕЙС ДОГС – SPACE DOGS

Das ist Laika. Am 3. November 1957 wurde die sowjetische Straßenhündin in einem Sputnik in die Erdumlaufbahn geschossen und war damit das erste Lebewesen im Weltall. Überlebt hat sie diese Mission nicht. Doch es gibt die Legende, dass sie als Geist auf die Erde zurückgekehrt ist und seitdem durch die Straßen Moskaus streift.
Die beiden österreichischen Filmemacher Elsa Kremser und Levin Peter sind Laikas Spuren gefolgt und begleiten zwei ihrer Nachkommen buchstäblich auf Augenhöhe durch einen Alltag, den sie mit der Geschichte der sowjetischen Raumfahrt verknüpfen – einer Geschichte unendlichen Leids für Tiere, die der Forschung dienen mussten.
SPACE DOGS ist ein berührender, verstörender und ungewöhnlicher Dokumentarfilm. Ab Donnerstag (24.9.) läuft er im Kino.

LEIF IN CONCERT

Das ist eine Frau in einer Kneipe. Sie heißt Lene (Luise Heyer) und hat eine Schicht hinterm Tresen vor sich. Die Kneipe ist noch leer, doch das wird sich in den nächsten Stunden ändern. Es werden Leute kommen und gehen und mit ihnen ihre kleinen und großen Probleme. Die Kneipe ist ihr Wohnzimmer, ihr Probenraum, ihr Versteck, ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Lene steht hinterm Tresen, ist eine von ihnen und weiß nicht, wie der Tag enden wird.
LEIF IN CONCERT, VOL. 2 ist ein warmer, lustiger, melancholischer, kluger Film von Christian Klandt, in dem tolle Schauspieler (u.a. Jule Böwe, Klaus Manchen, Maryam Zaree, Tilo Prückner, Katharina Matz, Michael Klammer, Godehard Giese) neben grandiosen Nichtschauspielern (u.a. Martin “Gotti” Gottschildt, Bela B, Mark Benecke, Wencke Wollny von KARL DIE GROSSE) zu sehen sind.
Eine Liebeserklärung an die Kneipe (die wir hoffentlich irgendwann wieder so voll sehen werden wie am Ende des Films), das beste unsichtbare Luftgitarrenkonzert und eine schöne Verbeugung vor Jim Jarmusch …
Ab 16. Juli im Kino. Den sehr guten Soundtrack gibt es hier.