SCHÖNE SCHLECHTE AUSSICHTEN

Das ist Jonas. Jonas lebt in Brooklyn und verkauft auf der Straße Regenschirme. Doch es will und will einfach nicht regnen.
THE DROUGHT (Die Dürre) ist ein berührender Kurzfilm über Sehnsucht, Einsamkeit und Loyalität.

DIE PRÄZISION DES ABSURDEN

Das ist ein Cartoon von Rube Goldberg. Er erfand den Erfinder Professor Lucifer Gorgonzola Butts, welcher die kompliziertesten Apperaturen konstruierte, um einfachste Tätigkeiten zu verrichten. Diese wiederum inspirierten den New Yorker “Kinetik-Künstler” Joseph Herscher dazu, selbst Maschinen zu bauen, die “so absurd und nutzlos wie möglich” sein sollten …

In etwas größerem Format wurde eine Rube-Goldberg-Maschine im Video der amerikanischen Band OK Go nachgebaut, und zwar von der “Liga der außergewöhnlichen Nerds” (Syynlabs).
(Der Titel des Songs THIS TOO SHALL PASS passt übrigens auch gerade sehr schön).

DAS MÖRDERISCHE TIERALPHABET

Das ist ein Tintenfisch. Er befindet sich in einer ziemlich unkomfortablen Lage, die er nicht überleben wird. Genauso wie die fünfundzwanzig anderen Tiere, von denen der Beutelratten-Vater den Kindern in seiner Gutenachtgeschichte erzählt.
Inspiriert von den morbiden Bildergeschichten von Edward Gorey sterben hier alle Kreaturen in alphabetischer Reihenfolge einen sehr überraschenden Tod.
ACCIDENTS, BLUNDERS & CALAMITIES ist ein schaurig-schöner Trickfilm aus Neuseeland (mit interessantem Twist am Schluss).

Weiterführende Informationen:
Edward Gorey bei Wikipedia
Edward Goreys Bücher im Lilienfeld-Verlag

HERR TROLLER UND HERR BRASCH

Das sind Thomas Brasch und Georg Stefan Troller. Das Bild entstand 1977 bei Dreharbeiten, als der Journalist und Schriftsteller Troller einen Film über den Schriftsteller Brasch machen wollte, der gerade von Ost- nach Westberlin übergesiedelt war. Die Dreharbeiten gestalteten sich schwierig, weil Brasch keine Lust hatte, sich vereinnahmen zu lassen.
Das kann man jetzt auch nachlesen in Trollers Buch Liebe, Lust und Abenteuer – 97 Begegnungen meines Lebens.
Hier der Abschnitt über meinen Bruder und darunter die entsprechende Szene dazu.



Interessanterweise hat Troller in seinem Text auf die Pointe verzichtet. Nachdem der Filmemacher nämlich sagte, er wolle nur, dass das Schnitzel (also Brasch) nach sich selber schmecke, reagierte der Schriftsteller sehr lakonisch …

ANDY

Das ist Andy. Andrew Horn. Ich lernte ihn vor mehr als zwanzig Jahren kennen, als ich für den von ihm produzierten Film EAST SIDE STORY den Kommentar gesprochen habe. Danach sind wir uns meist zufällig begegnet, er wohnte bei mir um die Ecke und wir trafen uns hin und wieder beim Sport. Gestern las ich auf Facebook, dass er gestorben ist.
Auch wenn ich Andy nicht gut kannte, macht mich das sehr traurig, weil er ein sehr freundlicher, kluger, neugieriger, witziger und besonderer Mensch war, der sehr besondere Filme gemacht hat.
Mach’s gut Andy.

GRANDPA, DER PIXELMALER

Das ist ein Gemälde aus Pixeln. Gemalt hat es Hal Lasko aus Cleveland/Ohio im Jahr 2013. Früher hat er Wetterkarten gezeichnet, war Typograph und entwarf Schriftzüge. Als er mit zunehmendem Alter immer mehr sein Augenlicht einbüßte, schenkte ihm seine Familie einen Computer und sein Enkel zeigte ihm das Programm Microsoft Paint. Das veränderte das Leben des damals 85jährigen Mannes, den alle nur Grandpa nennen. Fortan saß er zehn Stunden täglich am Rechner und schuf seine Pixelgemälde.
Ein schönes Porträt eines erstaunlichen Mannes.

KINO IM KINO

Das sind Morgan Freeman und Tim Robbins in dem wunderbaren Film DIE VERURTEILTEN (1994). Die beiden Schauspieler und der Film sind Teil der Handlung der großartigen sechsminütigen Montage MOVIES IN MOVIES, mit der das Kino gefeiert wird.
In 139 Clips aus 93 Filmen wird ein Kinobesuch mit Publikum und Helden erzählt. Mit Drama, Action, Horror, Komödie, Liebesfilm – kurz: mit allen Genres, die es im Film gibt. Macht Spaß und Lust, gleich noch mal zu gucken. Und noch mal. Und noch mal …

PS: Unter dem YouTube-Link findet man alle Filme mit den entsprechenden Timecodes.

LUSTIGER ABKLATSCH

Das ist Steve Reich. Er gilt als Pionier der Minimal Music und hat unter anderem ein Stück komponiert, für das lediglich zwei Handpaare benötigt werden.
Clapping Music wurde schon oft aufgeführt, auch im Internet gibt es diverse interessante Aufnahmen, darunter eine historische aus dem Jahr 1972, in der man Steve Reich (rechts) gemeinsam mit seinem Kollegen Russel Hartenberger bei konzentrierter Klatscharbeit beobachten kann.

Die wohl lustigste “Visualisierung” von Clapping Music ist allerdings zweifellos die hier unten, für die sich zwei begabte Scherzkekse namens George Manak und Peter van der Ham einer Szene aus Point Blank mit Lee Marvin and Angie Dickinson bedient haben. Unbedingt bis zu Ende gucken!