SISTERS WITH TRANSISTORS

Das ist Laurie Spiegel. Sie ist Komponistin und eine der Protagonistinnen des Dokumentarfilms SISTERS WITH TRANSISTORS. Darin erzählt die Filmemacherin Lisa Rovner die Geschichte jener Frauen, die sich neue Maschinen und Technologien zu eigen machten, um auf visionäre und mitunter radikale Weise die Grenzen der Musik neu zu definieren. Mit dabei auch Clara Rockmore, Daphne Oram, Bebe Barron, Pauline Oliveros, Delia Derbyshire, Maryanne Amacher, Eliane Radigue und Suzanne Ciani. Erzählt wird die Geschichte von Laurie Anderson.
Der Film ist seit ein paar Tagen für knapp 10£ in Großbritannien streambar, hier leider nicht. Aber vielleicht ändert sich das ja noch.

KLEINE WELT

Das ist ein Picknick im Broccoliwald. Ausgedacht und gebaut hat diese Szene der japanische Künstler Tanaka Tatsuya. Kein Lebensmittel und kein scheinbar noch so profaner Alltagsgegenstand ist sicher vor seinen bizarren und verspielten Dioramen, mit denen er die von ihm selbst hergestellten Figuren zum Leben erweckt. So entsteht aus Wolle eine Bäckerei, ein Sushi-Menü verwandelt sich in einen Bahnhof und eine medizinischen Maske wird zum Schwimmbad.



Jeden Tag gibt es eine neue Szene in seinem Miniaturkalender, den man über die sozialen Kanäle auch abonnieren kann.
Und so arbeitet er:

VERTREIBUNG INS PARADIES

Das ist ein Filmplakat. Es gehört zum neuen Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel. Sie hat im letzten Frühling, als wegen der Pandemie außer zu Hause bleiben fast nichts mehr ging, ihre Familie beim Zuhausebleiben gefilmt. Es wird geredet, geschwiegen, gelacht, gestritten, man ist gut zu-  und genervt voneinander. Ein sehr schöner, lustiger, berührender, selbstironischer Film.
Am 17. März läuft er um 23 Uhr im RBB-Fernsehen, jetzt schon in der ARD-Mediathek.

WOANDERS


Nikolaj Gyngasow/Global Look Press

Das ist eine Bronzefigur in der Moskauer Metrostation PLATZ DER REVOLUTION. Sie zeigt einen Grenzsoldaten mit seinem Hund. Die Schnauze des Tieres ist blank, weil sie täglich unzählige Male von Moskovitern gestreichelt wird. Sie glauben fest daran, dass dadurch ihre Wünsche in Erfüllung gehen.
Dieses Ritual ist das Motiv eines Videos, das die Filmemacherin Diana Näcke zum Song WOANDERS von Masha Qrella gemacht hat. Es ist der Titelsong des Albums, für das die Musikerin Texte von Thomas Brasch vertont hat und das heute erscheint.

ERFINDER ERFUNDEN

Das ist der Minister des Königs von Frankreich. Er möchte, dass sein Chef gut ankommt beim Volk, doch das Volk kann den König nicht leiden und findet, dass er aussieht wie ein Schwein.
So ungefähr beginnt die Geschichte DER KÖNIG VOR DEM FOTOAPPARAT, die sich Thomas Brasch über den Erfinder der Fotografie Louis Daguerre ausgedacht hat. Sie ist eines von drei Erfindermärchen, die jetzt im Künstlerband HEUTE WIRD SICH ALLES ÄNDERN von Matthias Mücke erschienen sind. Die anderen beiden handeln von Alexander Graham Bell (Telefon) und Peter Henlein (Taschenuhr).
Diese Geschichten sind voller Phantasie und anarchischem Witz und werden durch die skurril-subtilen Illustrationen von Matthias Mücke zu einem grandiosen Gesamtkunstwerk, das jetzt als Künstlerbuch erschienen ist. Dazu gehört auch ein aufwendig produziertes Hörspiel, das dem Buch beliegt.
Heute Abend läuft es 22:03 Uhr bei Deutschlandfunk Kultur, kann man da aber auch gleich online hören.

Hier ein kleiner Ausschnitt …

Sprecher: Stefan Kaminski (Berlin), Stefan Kaminsky (Leipzig) und Marion Brasch
Geräusche: Karlheinz Fabian
Tongestaltung und Mischung: Fritz Dittmann
Regie: Matthias Mücke

Und hier noch eine schöne Aufnahme der Geschichte VOM DICKEN HERRN BELL, DER DAS TELEFON ERFUNDEN HAT, gesprochen vom Schauspieler Rolf Ludwig und als Single 1974 bei LITERA erschienen.