WIE WAR’S?

Das ist ein Bild aus der Dreigroschenoper im Berliner Ensemble. Das Theater hatte die Idee, einen Podcast zu machen, für den ich mit verschiedenen interessanten Leuten in eine Vorstellung gehe und wir uns danach in die Kantine setzen, um zu reden. Darüber wie es war, und was das alles mit uns und unserem Leben zu tun hat.
Jeden Dienstag gibt es eine neue Folge – unter anderem mit Anne Will, El Hotzo, Maja Göpel, Thilo Mischke, Düzen Tekkal und Samuel Meffire.
Für die erste Folge war ich mit Bosse in der Dreigroschenoper, und die ist jetzt draußen. Hier unten oder hier.

DIE VERGESSENE NACHT

Das bin ich irgendwann Ende der 80er Jahre. Damals arbeitete ich beim DDR-Jugendsender DT64 und moderierte in der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990. Das hatte ich völlig vergessen, bis mich vor kurzem ein Kollege vom MDR daran erinnerte. Er hatte die Sendung damals gehört und mir jetzt freundlicherweise sogar den Mitschnitt besorgt. Als ich den hörte, fiel mir alles wieder ein:
Wie schwierig es war, weil ich mit dem Gedanken, zum “glücklichsten Volk der Welt” zu gehören, nichts anfangen konnte. Wie aufgeregt ich war, weil ich nicht wusste, ob und wie ich das zeigen kann. Wie ich versucht habe, die beiden Nationalhymnen nach dem Zeitzeichen um Mitternacht zu einer Kakophonie zu mischen (was leider nicht gut klappte). Wie ich danach Musik spielen wollte, die anders klingt als der Soundtrack zu diesem sehr deutschen Ereignis. Wie SANDOW wussten, was zu tun war und wie ich schließlich wusste, dass in so eine Nacht die ganze Welt gehörte.

OFERS BUNKER

Das ist das Arbeitszimmer im Bunker meines israelischen Freundes Ofer Waldman. Über seinem Schreibtisch hängt ein Foto meines Bruders Thomas. Er schickte mir das Bild mit dessen Worten: „Kunst war nie ein Mittel, die Welt zu ändern, aber immer ein Versuch, sie zu überleben.“
Viel Kraft, lieber Ofer.

JÜDISCH IN DER DDR

Das ist in Leipzig-Connewitz. Da stehen meine Tochter Lena und ich und unterhalten uns mit Dmitrij Kapitelmann. Wir haben ihn für eine Episode des Podcasts JÜDISCH IN DER DDR besucht.

Er kam mit seinen Eltern in den 90ern als sogenannter Kontingentflüchtling aus der Ukraine nach Deutschland, das ihm Zuhause sein sollte und es nie wurde. Er erzählt uns davon, zeigt uns die Orte dazu und erklärt uns, warum er sich als “vielfältiges Nichts” versteht.

Außer zu ihm führte uns unser Roadtrip durch den Osten Deutschlands nach Dresden, Erfurt, Halle, Weimar, in die Uckermark und auf den Jüdischen Friedhof in Berlin. Alle sechs Folgen des Podcasts gibt’s hier und überall, wo es sonst noch Podcasts gibt. Hier der Trailer.

WINTERKIND UND HERR JEMINEH

Das ist Winterkind. In ihrer Manteltasche wohnt Herr Jemineh – ein fingerlanger Mann mit Hut und runtergezogenen Mundwinkeln, weil er so viel herumjammert. Obwohl Herr Jemineh meist schlecht gelaunt ist, ist er der einzige Freund, den Winterkind hat. Und manchmal hat er eine Idee, wenn das Mädchen nicht weiterweiß.
Jetzt gibt es die beiden auch im Theater. Da sehen sie etwas anders aus …

Aber das macht nichts, denn sie sind trotzdem fast dieselben, und das ist schön.