SCHNEE IM APRIL

Das ist ein schönes altes Auto. Es steht in Tucson/Arizona und gehört Howe Gelb, der den Schnee in seiner trockenen und heißen Gegend so erstaunlich fand, dass er ihn in Zeitlupe gefilmt hat.

Ich habe dieses Video aus Howe Gelbs Internet geklaut und hier reingeklebt, weil:
– es toll ist
– Howe Gelb einer der großartigsten Musiker ist, die ich kenne
– heute vor drei Jahren Prince gestorben ist, der einen der schönsten und einsamsten Songs für einen fiktiven toten Freund geschrieben hat

PS: Prince soll den Song am 21. April 1985 aufgenommen haben, genau 31 Jahre vor dem Tag, an dem er starb.
PPS: Zufall
PPPS: Das ist das sehr gute neue Album von Howe Gelb.

NACHHALTIGES FERNSEHEN


Foto: Benjamin Prizkuleit

Das ist Simi Will. Vor sechs Jahren hat sie (die eigentlich Marion Simon heißt und Sozialarbeiterin ist) ihre eigene Talkshow SIMI WILL erfunden. Dazu lädt sie jeweils zwei Gäste ins aus diesem Anlass immer vollbesetzte Neuköllner Valentin Stüberl ein.
Noch eine Talkshow? Nein! Diese hier ist anders, weil die Gastgeberin anders ist, und das liegt nicht nur an ihren Zöpfen, sondern vor allem an ihrer klugen und unverstellten Art, mit der sie ihre Show macht und ihr Publikum – genannt Gruppe – die Zeit vergessen lässt.
Übertragen wird das “Format für nachhaltiges Fernsehen” bei Alex Berlin (obwohl es auch dem RBB gut zu Gesicht stünde).
Bei der letzten Sendung waren Steve Morell, Maxi Pongratz und ich dabei.

PS: Vor einiger Zeit wurde dem (ehrenamtlichen!) Team die komplette Kameraausrüstung aus dem Auto geklaut – ein nicht nur materieller Verlust. Hier kann man die Show und ihre Macher unterstützen.

SCHÖN HAUSEN

Das ist eine Skizze, die mein Bruder Peter Brasch gemacht hat. Sie zeigt einige der auftretenden Figuren seines Romans SCHÖN HAUSEN. Darunter hat er notiert:
Wer ist eigentlich der Agierende in dieser Geschichte: Ein desolater Haufen Fantasie, die keinen inneren Zusammenhang hat.
Zwanzig Jahre ist es jetzt her, seit dieser wundersame, kluge, warme und lustige Schelmenroman erschienen ist.
Jetzt wird er wiederveröffentlicht, das ist schön.
Premiere: 25. Mai 2019, 20 Uhr, Roter Salon der Volksbühne (mit Alexander Scheer, Lena Brasch und Marion Brasch).
Eine weitere Lesung gibt’s am 25. Juni, 20 Uhr, in der Leipziger Moritzbastei (mit Marco Runge).
Hier ein Beitrag des damaligen ORB-Kulturmagazins “Querstraße”, bei dem leider der Schluss fehlt.

Weiterführende Informationen:
Rezension in DIE ZEIT

UNEINSAME INSEL

Das ist die Karibikinsel Santa Cruz del Islote. Sie liegt etwa zwanzig Kilometer vor der kolumbianischen Küste, ist 1,2 Hektar groß und gilt mit ihren ca. 1200 Bewohnern als die Insel mit der größten Bevölkerungsdichte (davon 65 Prozent junge Menschen).
Die Insulaner beziehen den Strom aus Solarenergie, es gibt eine Gesundheitsstation und keine Polizei, weil es so gut wie keine Kriminalität geben soll.
Die Menschen sagen, sie seien trotz ihres bescheidenen Lebens zufrieden, da sie keine großen Ausgaben haben. Magischer Realismus!

DIE KUNST DES FLIEGENS

Das ist ein Schwarm aus Staren aufgenommen vom britischen Fotografen Owen Humphreys. Bis heute weiß man nicht genau, wie diese Vögel in so dichten Schwärmen fliegen können, ohne zu kollidieren. Aber das macht nichts, man kann diesem unheimlich schönen und schön unheimlichen Schauspiel auch beiwohnen, ohne mehr darüber zu wissen. Zum Beispiel in einem Film von Jan van Ijken.
Während des relativ warmen Winters 2014/2015 blieben die Stare in den Niederlanden, anstatt nach Süden zu ziehen. Das gab dem Filmemacher die Gelegenheit, eines der spektakulärsten und erstaunlichsten Naturphänomene der Welt zu filmen. Hier der Trailer.

ES WAR EINMAL IN OST-BERLIN


Foto: Eva Brüggemann

Das ist Ost-Berlin 1969. Das Foto wurde vom Dach des “Hauses der Statistik” gemacht, das damals gerade gebaut wurde und heute nur noch ein Schatten seiner selbst ist.
Von Mai bis November gibt es im Stadtmuseum eine große Ausstellung über Ost-Berlin, in der es weniger um Geschichtsaufarbeitung gehen wird, als vielmehr darum, Geschichten über den Alltag dieser “halben Hauptstadt” zu erzählen.  Parallel dazu gibt es eine Website, die man sich jetzt schon angucken kann.
Und ein Buch gibt es auch. Das ist schon erschienen und sehr schön und interessant. Die Buchpremiere ist am 7. Mai, 20 Uhr im Pfefferbergtheater.

Ich durfte auch was reinschreiben in dieses Buch und hab eine kleine Playlist gemacht. Zum Beispiel mit diesem Song.